Das Farbhaus –
der nächste Schritt


Die Leidenschaft für nachhaltige Baustoffe und traditionelle Verarbeitungstechniken sowie ihr übereinstimmendes Gespür für Ästhetik verbinden Florian Epple und Florian Mayer bereits seit ihren zusammen verbrachten Meisterschultagen. Gut 20 Jahre später bilden diese drei Bereiche die Basis für ein gemeinsames Unternehmen:
das Farbhaus.

Seite an Seite mit neun Malergesellen und vier im Malerhandwerk Auszubildenden schreiben sie somit die über 180-jährige Unternehmensgeschichte der Malerbetriebe Epple und Mayer in Waging am See weiter.

In den Bereichen Lehm und Kalk gehört das Farbhaus nun zu den führenden Malerbetrieben in Südbayern.

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Tradition seit über 180 Jahren


Florian Epple und Florian Mayer ab 2020

Aus den Malerbetrieben Epple und Mayer entsteht das Farbhaus.

 

Florian und Uli Epple 2002-2019

Nach seiner mit dem Fachabitur abgeschlossenen Schulausbildung absolvierte Florian Epple eine Malerlehre bei der Firma Ohl in Ruhpolding. Um seine Kenntnisse zu erweitern, arbeitete er von 1992-1994 beim renommierten Naturfarbenpionier Stefan Pixner in München. Zum Jahresbeginn 2002 erfolgte die Geschäftsübergabe. Was als fließender Übergang vom Senior auf den Junior gedacht war, entwickelte sich durch den Herztod von Hans Epple am 17. Januar zum Sprung ins kalte Wasser. Zum Glück stand Florian die bewährte Mannschaft loyal und hilfreich zur Seite, so dass das Geschäft keinen Einbruch erlebte. Neben des klassischen Malergeschäfts hatte er schon immer die Ausrichtung zum ökologisch orientierten Fachbetrieb im Auge.

An der IQUH Akademie in Weikersheim ließ er sich zum Bauberater ausbilden. Für die Naturfarbenfirma LIVOS war er einige Jahre bei Seminaren für Händler und Architekten als Referent tätig. Das Jahr 2016 brachte eine Generalrenovierung des Firmengebäudes und der Außenanlagen. Zudem wurde eine neue Halle, die als Gerüstlager dient, errichtet.

 

Florian und Walburga Mayer 2002-2019

Florian Mayer absolviert eine Malerlehre und besucht 1996/1997 die Meisterschule. 2002 übernimmt er zusammen mit seiner Frau Walburga Mayer den elterlichen Betrieb.

 

Hans und Reingard Epple 1966 – 2002

1966 übernahm Hans Epple jun. nach dem plötzlichen Tod seines Vaters den elterlichen Betrieb. Der bestens laufenden Firma wurde es in der Salzburgerstraße 26 bald zu eng und siedelte vorerst ins gegenüberliegende Gebäude (Heute Fahrschule Wendlinger) um. 1983 wagten Hans und Reingard den Schritt, im Brückenweg 7 ein großes und modernes Betriebsgebäude zu errichten. Reingard blieb mit ihrem Ladengeschäft weiterhin in der Salzburgerstraße. Zum 1.Januar 2002 übergab Hans Epple das Geschäft an seinen Sohn Florian. Am 17. Januar 2002 verstarb Hans Epple völlig unerwartet an einem Herzinfarkt.

 

Hans Mayer 1962 – 2002

Hans Mayer übernimmt den 1946 gegründeten Malerbetrieb Danneberg in Surheim. 1979 erfolgt der Umzug der Firma nach Laufen und im Jahr 1994 wird in Oberndorf/Österreich ein weiterer Standort eröffnet.

 

Hans und Maria Epple 1923 – 1966

Nach einer Lehre in Rosenheim muss Hans Epple 1923 nach dem frühen Tod seiner Mutter mit erst 20 Jahren den elterlichen Betrieb übernehmen. Es gelang ihm, das Malergeschäft auszubauen und bis zu 8 Gesellen zu beschäftigen. Auch Lehrlinge wurden regelmäßig ausgebildet.

Hans Epple war aber nicht nur ein tüchtiger Handwerksmeister, sondern auch ein Waginger Urgestein. Aufgrund seiner offensichtlichen Führungsqualitäten verpassten ihm seine Maler den Ehrentitel „Manitu“, und bald nannte ganz Waging den geselligen Malermeister bei seinem Spitznamen.
1966 wurde er mit nur 63 Jahren völlig überraschend aus einem erfüllten Leben gerissen.

 

Simon und Antonia Epple

Am 9. Mai 1892 heiratet die Witwe von Raimund Flörl den Allgäuer Simon Epple aus Fellheim bei Memmingen. Der Malergeselle Epple konnte als Handwerksbursche auf der Wanderschaft viel Erfahrung sammeln. Über viele Stationen war er bis nach Potsdam im damaligen Preußen gekommen, ehe es ihn nach Waging verschlagen hat. Er führte das Malergeschäft weiter und verstirbt erst 44 jährig im Jahr 1910. Seiner Witwe Antonia gelingt es, den Betrieb durch die Wirren des 1. Weltkriegs zu bringen. Sie stirbt mit 61 Jahren 1923.

 

Raimund und Margarethe Flörl

Vor dem königlichen Notar Karl Uebersezig aus Laufen übergibt am 27. Dezember 1872 Franz Flörl „sämtliche Mobilien, Gewerbe- einrichtungen, Besitz und Eigentum“ an seinen Sohn Raimund. Am selben Tag versprechen sich Raimund Flörl und Margarethe Flemisch aus Tittmoning im Beisein des Notars die Ehe. Die kirchliche Trauung wird alsbald vollzogen. Margarethe Flörl stirbt am 1. März 1885 im Alter von erst 37 Jahren. Raimund heiratet 1886 Antonia Stegmann aus Waging. Raimund Flörl stirbt 1890.

 

Franz und Ursula Flörl

Die erste urkundliche Erwähnung von Franz und Ursula Flörl ist 1836 ein Ehepakt beim königlichen Landgericht in Laufen. Im gleichen
Jahr tritt der Malermeister Franz Flörl als Grüdungsmitglied des Gewerbevereins Waging in Erscheinung. Laut eines notariellen Kaufvertrags von 1843 kaufen die Malerseheleute Flörl vom Bierbrauer Peter Wieser das so genannte Reschberger- oder Göttlhaus Nummer 6 in Waging (heute Salzburger Str. 26) für 1200 Gulden.